Nord - Deutschland 4. Woche


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Mannheim - Plittersdorf, Dienstag - 18.08.2025

Nachdem ich heute Montag aufgestanden bin, alles zusammen gepackt hatte, Flaschen mit Wasser gefüllt waren, begab ich mich zu Anmeldehäuschen. Harry stand schon da und bot mir gleich einen Kaffee ☕ an. Wir plauderten etwas und gegenseitig waren wir so glücklich, uns wieder gesehen zu haben. Ich wollte dann bezahlen, doch er wollte kein Geld 💰 von mir, schenkte mir die Übernachtung. Was für eine Geste. Ich bedankte mich vielmals. Dann kam Chris dazu. Wir redeten noch etwas, dann verabschiedete ich mich herzlich von allen.
Mein nächstes Ziel war Plittersdorf Campingplatz. Da war ich auch vor 5 Jahren.  Geplante Kilometer waren 91 Km. Der heutige Tag war sehr schön und warm. Viel trinken war angesagt. Wie schon oft auf der Reise nutzte ich für kurze Strecke Google Maps. Was soll ich sagen, einmal mehr zum Ärger für mich. Trotzdem kam ich gut voran.
Ab 16 Uhr war es ja nur noch zwei Stunde bis zum Ziel. Also reservierte ich einen Platz auf dem Campingplatz. Die Zeit würde gerade reichen, um anzukommen. Ich fuhr noch ein kleines Stück auf der Französischen Seite am Rhein entlang. Denn ich wollte dann die Fähre über den Rhein nehmen.  Was ist das denn, Fähre ausser Betrieb, was nun? Die nächste Brücke war 7 Km entfernt, was bedeutet, ich habe einen Umweg von 13 Km. Das würde nicht mehr rechtzeitig reichen, um mich auf dem Campingplatz anzumelden. Ein erneuten Anruf und sie gab mir freundliche zu verstehen, das sie noch bis 19.30 Uhr anwesend sei. Könnte passen. Ich beilte mich, trat wie die bekloppte in die Pedalen, fluchte zwischendurch mal, keuchte. Ok zwischendurch mal kurz was trinken, weiter, die Brücke war in Sicht. Dann darüber "gerast" und alles zurück. Ich erreichte den Platz nach 45 Minuten gerade rechtzeitig und war völlig ausser Atem. Die Frau an der Rezeption begrüßte mich freundlich und wir machten die Anmeldung fertig.
Noch das Zelt aufbauen, war schon Profi darin und dann einfach abend genießen.



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Plittersdorf - Kehl, Mittwoch - 20.08.2025

Heute war heiss, sehr heiss🔥.  Oft war ich am Rhein entlang gefahren, auf Schotterweg. Dementsprechend sah mein Fahrrad verstaubt aus. Ziel war Rust. Habe viel getrunken, dennoch erschöpfte mich die Hitze. Ich war ständig leicht überhitzt. War auch nicht so richtig angetan zu fotografieren. Ausserdem hatten die Schmerzen zugenommen ( Frozen Shouder ). Auch desswegen war die entscheidung gut, dass es reicht.
Bei Kehl, 30Km vor Rust konnte ich nicht mehr. War müde, ausgelaugt. Also auf den Campingplatz. War eine gute Entscheidung. Und nun? Morgen ist mein letzter Tag meiner Reise. Doch morgen soll es den ganzen Tag lang regnen. Ich glaube, es reicht. Daher ist Morgen meine letzte Fahrt nach Offenburg und ab da mit dem Zug nach Hause. Es war eine schöne Zeit, interessant, Herausforderung, bin auch schon mal an meine Grenzen angelangt und einiges mehr.
Doch meine Reise ist noch nicht zu Ende. Ab Donnerstag bin ich 4 Tage Outdoor, Bushcraft, aber das ist eine andere Geschichte.
Und dann freu ich mich so sehr wieder auf meine Freunde, meine Chefin, die Arbeit und auf mein zu Hause.


Kehl - Offenburg und nach hause, Donnerstag - 21.08.2025

Diese Nacht war mit Schulterschmerzen verbunden, die stärksten bissher. Desswegen hatte ich auch nicht so gut geschlafen.
Ich hatte mir bereits gestern den Wetterbericht angesehen. Dieser sagte voraus, dass es ab neun Uhr regnen sollte. Doch ich traute dem Bericht nicht so recht. Deshalb stand ich heute schon um sechs Uhr auf.
Zügig begann ich, meine Ausrüstung und das Zelt einzupacken, solange es noch trocken war. Kurz nach sieben Uhr war ich fertig. Die meisten schliefen um diese Zeit noch, nur ein anderer Reisender hatte offenbar den gleichen Gedanken.
Kaum hatte ich alles zusammengepackt, begann es auch schon zu regnen. Ich stellte mein Fahrrad mit Gepäck unter ein Dach, unter dem sich auch eine Bank und ein Tisch befanden. So konnte ich in Ruhe frühstücken und wusste, dass meine Sachen trocken geblieben waren.
Ein wenig Mitleid hatte ich mit den anderen, die ihre Sachen im Regen packen und ihre nassen Zelte abbauen mussten.

Nach dem Frühstück zog ich meine schlechte Regenbekleidung an, denn zumindest die Regenhose war nicht richtig dicht. Die Regenjacke war gut. Aufbruchstimmung war wenig vorhanden, doch ich musste nun los, während die anderen immer noch am Zusammenpacken waren.
Der Regen hatte inzwischen etwas zugenommen, und leider hatte ich leichten Gegenwind. So klatschte mir der Regen gegen den Körper und ins Gesicht.
Nach etwa einer Stunde wurde die Regenhose undicht, und ich hatte den Fehler gemacht, die Regen-Schuhüberzüge außen über die Regenhose zu ziehen. So lief das Wasser schön in meine Schuhe.
Zum Glück war es nicht mehr weit zum Bahnhof Offenburg, wobei ich ihn nicht gleich auf Anhieb fand. Dort angekommen, löste ich mir ein Ticket.

Als der Zug kam, hatte ich die Anzeigetafel nicht richtig verstanden und so verpasste ich meinen Zug um eine Minute. Also wartete ich auf den nächsten Zug in einer halben Stunde. Das verlief dann reibungslos, und nachdem mein Fahrrad und Gepäck verstaut waren, musste ich zwei Stationen stehen. Dann wurde ein Platz frei, und ich machte es mir gemütlich.
Bis zum Basler Badischen Bahnhof verlief die Zugfahrt reibungslos. Dort angekommen, stieg ich aus, und das Glücksgefühl kehrte zurück. Inzwischen hatte es auch aufgehört zu regnen. So nahm ich meine letzte Etappe in Angriff und konnte trocken nach Hause radeln.
Meine Reise war eine lehrreiche und intensive Zeit. Es war alles dabei: Glücksgefühle, Verzweiflung, Schulterschmerzen und viele Erfahrungen.